WHO CARES?!
10.–30. Oktober 2026 | Palais Hirsch, Schwetzingen
Mit WHO CARES?! beginnt Julia Benz ihre Tätigkeit als neue künstlerische Leiterin des Kunstvereins Schwetzingen. Drei künstlerische Positionen von Stefanie Schweiger & Friederike von Rauch, Jagoda Bednarsky und Teresa Halbreiter richten den Blick auf Arbeit, Körper, Sichtbarkeit und institutionelle Strukturen.
Die Ausstellung fragt nach Verantwortung, Fürsorge und Zugehörigkeit – und führt diese Fragen mit einem diskursiven und performativen Programm über den Ausstellungsraum hinaus in die Stadtgesellschaft.
SCHAU WIE BLAU
Schau wie blau: Zum Abschied als Künstlerischer Leiter versammelt Dietmar Schuth in der Orangerie noch einmal Künstlerinnen und Künstler aus dem Kunstverein-Programm der letzten Jahre – diesmal explizit in Blau. Von Böcklinschem Winterhimmel bis zum flauschigen Fellobjekt zeigt sich, wie lebendig die historischen Bedeutungen dieser Farbe bis heute geblieben sind.
Letzte Schicht - trompe l’oeiles
Trompe-l'œil-Malerei vom Feinsten: Stefan Bircheneder verwandelt die Räume des Palais Hirsch täuschend echt in eine verlassene Industrieanlage – mit Duschen, Spinden und Stechuhren, die von den Menschen erzählen, die sie einst benutzt haben. Zugleich die letzte vom Kurator kuratierte Ausstellung im Kunstverein Schwetzingen.
Überraschung
Kinetische Kunst im Luftraum der Schlosskapelle: Björn Schülke, dessen Werke von China bis in die USA gezeigt wurden und dessen Luftfahrrad vor dem Bellamar steht, hängt für den Kunstverein eine neue Installation namens Überraschung auf – begleitet von älteren, beweglichen und interaktiven Maschinen.
Renaissance 8
Renaissance 8: Anna Lena Straube verwandelt antike Götter in Figuren unserer Zeit – ihre phantastische Malerei versetzt olympische Orgien der Lebensfreude in Berliner Stadtparks und barocke Interieurs. Nach der Carl-Theodor-Ausstellung 2024 kehrt die Künstlerin mit einem eigenen Zyklus in den Kunstverein zurück.
Société noblesse
Der Berliner Maler Lars Teichmann widmet sich der noblen Schönheit des Barock – von schwarzen Reitern mit Dreispitz über mythologische Gartenfiguren bis zu einer neuen, heiteren Serie bunter Vögel. Seine kraftvolle, gestische Malerei bleibt dabei immer auch ein kritischer Blick auf die höfische Welt.
GESAMTSITUATIONSBEDINGTEWEIBERANSICHTEN
Michaela Johanne Gräper schnitzt und bemalt korpulente „Weiber" in barocker Leibesfülle – heiter, sinnlich und ganz bewusst ein Gegenentwurf zum Schlankheitswahn. Die Bildhauerin aus Oberammergau verbindet handwerkliche Tradition mit sozialkritischem Witz, von der Steinzeit-Venus bis zum bayrischen Alltag.
Strandgut
Strandgut: Kathrin Rank führt die Romantik ins 21. Jahrhundert – mit dunkel-stimmungsvollen, farbenfrohen Bildern von Meer und Himmel, in denen einsame Silhouetten zwischen nordischen Naturgewalten und dem nächtlichen, verregneten Berlin auftauchen.
5 mal Sonne
5 mal Sonne: Der junge Mannheimer Maler Maximilian Martinez pendelt unbekümmert zwischen abstrakt und gegenständlich, zwischen Sesamstraßen-Bildwelten und dem unscheinbaren Alltag – dadaistisch, experimentierfreudig und mit Atelier mitten im ehemaligen US-Militärgelände Franklin.
Catch and release
„Fassen und Fallenlassen“: Ulrike Buhl zeigt in der Schlosskapelle abstrakte Plastiken aus Kunststoff und Bronze, deren hochglänzende Metalliclackierung an Weihnachtsschmuck, fremde Wolkenwelten oder energiegeladene Fabelwesen denken lässt – dynamisch geformt und voller überraschender Assoziationen.

